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Weltmeyer
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Weltmeyer – der Name bürgt für Qualität!  

                                                M. Schwöbel

 

In diesem Jahr feiert Celles Landbeschäler, der Fuchshengst Weltmeyer sein 20 jähriges Jubiläum auf der Station Artland in Ankum.

 

Eigentlich wollte ich gar nicht so gern an diesen Auftrag heran - ein Portrait des Vererbers Weltmeyer v. World Cup I. 1987 hatte ich ihn in einem Schaubild auf der Hengstparade zusammen mit seinem Vater World Cup I und seinem Großvater Woermann gesehen. Der Funke sprang zu mir nicht so wirklich über, mir gefielen damals einfach andere Pferde besser.

Als ich dann später selbst auf der Hengstparade fotografierte, faszinierte mich an ihm eigentlich

immer nur der Moment, wenn beim Ausmarsch der „Ehrenrunde“ der erfolgreichen Hengste das Niedersachsenlied erklang und Weltmeyer völlig aus dem Häuschen geriet. Die Wölbung seines Halses von hinten betrachtet- nun, das war schon sehenswert.

Auch im Gestüt war man erst nicht so recht begeistert, den Hengst nun noch im hohen Alter fotografieren zu lassen.“ Nehmen Sie doch lieber seine Werbebilder von früher.“ Sicher, die waren glatt, jung und schön, doch der Ausdruck einer gereiften Pferdepersönlichkeit fehlte ihnen vollständig. Als wir dann den Fuchs zum Fotoshooting aus dem Stall holten, da musste ich sehr schnell meine vorgefasste Meinung über Bord werfen.

Lernen Sie mit mir einen der faszinierensten Hengste deutscher Zuchtgeschichte kennen:

Da stand er nun mit seiner Hengst des Jahres Decke von 1998. Kein Zappeln oder Herumtanzen, wunderbar aufgerichtet, mit seinen großen, dunklen Augen aufmerksam über das Gelände blickend.

„ Seht her - ich bin Weltmeyer und ich bin der Beste!“ schien jeder Zoll an ihm zu sagen.

Welch eine Ausstrahlung, welch eine Pferdepersönlichkeit und welch ein Spaß, ein solches Pferd fotografieren zu dürfen.

Schon als Fohlen war er keck und selbstbewusst, als er 1984 das Licht der Welt bei Hermann

Meyer, Allwörden erblickte. Schnell war dem Züchter bewusst - „ so einen wie den, bekommt

man nur 1 Mal im Leben!“

Schon vor der Körung war dieser helle Fuchs, der damals noch „Weltwunder“ hieß in aller Munde, ob seiner Bewegungsqualitäten. „ Den wollte ich haben,“ war die schlichte, nüchterne Feststellung des Landstallmeisters a. D. Dr. Burchard Bade, als ich ihn fragte, was ihn an Weltmeyer fasziniert hätte. Keine Frage, dass dieser versierte Pferdemann damals die richtige Wahl traf.

Weltmeyer und er springen jedem, der den neuen roten Landgestütslaster einmal unterwegs trifft aus der Heckklappe schier entgegen: OSM Henning Steinhoff (heute auf der Station in Oberndorf) war 12 Jahre lang Wegbegleiter des Ausnahmehengstes in Ankum.

Nachdenklich sagt der Gestütsbeamte: „ Ich möchte gerne einmal wissen, wie viele Kilometer dieser Hengst in seinem Leben im starken Trab zurückgelegt hat. Ein Pferd mit solch einem Motor in der Hinterhand gibt es so schnell nicht wieder.“ Jeder wollte diese Ganggewalt, über die Weltmeyer auch heute noch verfügt, sehen. Dabei beließ er es nicht nur beim starken Trab, Weltmeyer ist bis in die Klasse S ausgebildet und war lange Zeit Mitglied der Fuchsquadrille.

Und auch heute mit 26 Jahren kann jedes Quarterhorse nur neidvoll auf diese ausgeprägte Hinterhandmuskulatur blicken!

Früher wurde, wie OSM Steinhoff verrät, der Hengst zu den Präsentationen auf Turnieren geritten, da man keinen Transporter vor Ort hatte. Ohne Probleme ging es mit dem selbstbewussten, mutigen Fuchshengst über die Landstraßen. Übrigens wurde Weltmeyer damals im Training auch gesprungen. Er packte alles an, Oxer oder Steilsprünge über 1, 50 m aus jeder Lebenslage - kein Thema. Mit leuchtenden Augen schwärmt der Obersattelmeister: „ Es war ein total geiles Gefühl

Weltmeyer zu reiten.“

Und wer Weltmeyernachkommen geritten hat, ist immer wieder begeistert von der Bewegungsstärke gepaart mit hoher Leistungsbreitschaft. Kein Wunder, dass dieser außergewöhnliche Althengst 2009 mit 25 Jahren noch über 100 Bedeckungen vorweisen konnte.

Heute wird der Hengst auf der Station von GHW Ulrich Seegers betreut, der in diesem Jahr GHW Hubertus Meyerholz zur Seite hat. Mit größter Hochachtung spricht der Deckstellenleiter, der seit 1996 auf der Anlage in Ankum stationiert ist, von „seinem“ Weltmeyer. „ Eigentlich kann man einen wie diesen Fuchshengst gar nicht beschreiben, der ist etwas ganz Besonderes- so einen zu entdecken, dazu gehört auch das richtige Quäntchen Glück. Weltmeyer hat in der Zucht schon einiges bewegt.“ so der versierte Pferdefachmann.

In diesem Jahr feiert nun Celles geschätzter Starvererber sein 20 jähriges Jubiläum auf der Station in Ankum im Kreise der Züchter der Region.

Mir bleibt, mich für einen wunderbaren Fototermin zu bedanken, der mich kurzerhand zu einem Deiner Fans machte. Danke Weltmeyer und dass Dir noch viele Zuchtjahre beschieden sein mögen.

   

 

 

 

   

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

      

 

   

 

„Weltmeyerliche“ Erfolgsskala:

 

Weltmeyer v. World Cup I a. d. Anka v. Absatz geb. 1984 Züchter: Hermann Meyer, Allwörden

 

1986 Körungssieger in Verden

1987 Bundeschampion in Vechta

         Sieger der HLP in Adelheidsdorf Gesamtindex: 143,94(1/40)     Klasse 1

         Dressur: 143,96 (1.)    Springen: 141, 44 (3.)

1988 Bester Hengst des Jahrganges und Frhr. v. Stenglinpreis

1989 DLG Sieger ( letztmalig ausgetragen)

1998 Hengst des Jahres

Nachkommengewinnsumme: 2.044.846 Euro

4008 registrierte Nachkommen

1235 hann. eingetragene Zuchtstuten, davon 427 Staatsprämien

85 im Hannoveraner Verband eingetragene, gekörte Hengste

1498 erfolgreiche Turnierpferde, unter ihnen Weltall, Wie Weltmeyer, Warum nicht

Bezirksverband Osnabrück-Emsland im Hannoveraner Verband e.V.